Geschichte und Architektur

Die Keimzelle der Stadt reicht weit bis ins Mittelalter zurück. Bereits im 13 Jahrhundert bestand ein bedeutender Burgsitz, der nach und nach ausgebaut wurde. Schon 1333 wurde der Stadt das Stadtrecht verliehen. Mittelpunkt des Ortes ist das ehemaige Jagdschloß, die frühere Amtsburg der Würzburger Bischöfe, die von 1292 bis zur Säkularisation hier Geschichte schrieben. Heute hat die Stadt Arnstein ein attraktives Stadtbild mit engen historischen Gassen.

Arnstein ist sehr darauf bedacht durch Verbesserungen in der Au neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen.
Dazu gehören u.a. das Auenwäldchen und die Röhrricht- und Schilfzonen am Naturbadesee nahe der Wern.

Der bedeudenste Arnsteiner war Ignaz Michael Schmitt *Geschichtschreiber der Deutschen* ( geb. 30.01.1736 ) in Arnstein, verstorben 01.11.1794 in Wien

Stadtgeschichte

Auf halbem Weg zwischen Karlstadt und Schweinfurt erhebt sich auf einem Bergsporn zwischen Wern und Schwabach die Stadt Arnstein zu Füßen eines ehemaligen würzburgischen Amtsschlosses. Als die zuvor trimbergische Burg im Jahr 1292 in den Besitz des Hochstifts gelangte, entwickelte sich die Burgsiedlung rasch zur Stadt.

Die Verleihung der Stadtrechte erfolgte im Jahr 1333 durch Kaiser Ludwig den Bayern. Als Mittelpunkt eines würzburgischen Amtes spielte Arnstein in den folgenden Jahrhunderten für das dörflich geprägte Umland eine wichtige Rolle als Verwaltungs- und Marktzentrum.

Diese traditionellen Bindungen wurden während der Gebietsreform wiederaufgegriffen, in deren Verlauf die heutige Großgemeinde entstand:

Mit über 8000 Einwohnern in insgesamt 12 Stadtteilen umfaßt die Stadt Arnstein heute ein Gebiet von 112 qkm und liegt im Schnittpunkt bedeutender Verkehrsadern im Maindreieck.

Land und Leute im Werntal wurden besonders nachhaltig geprägt durch die fränkische Landnahme in vorkarolingischer Zeit. Die meisten der Arnsteiner Stadtteile sind erstmals in Fuldaer Schenkungsurkunden des 8. und 9. Jahrhunderts bezeugt und können somit auf eine rund 1.200jährige Geschichte zurückblicken.

Arnstein, das in den vergangenen Jahrhunderten vorwiegend durch Wein- und Ackerbau das Handwerk und die hier ansässigen Behörden geprägt war, erfuhr seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts einen tiefgreifenden Wandel. Die frühere fast ringförmige Stadtbefestigung mit ihren Türmen und Toren wurde bis auf wenige Reste geschleift, aber noch heute zeigt die treppenförmig aufsteigende Altstadt mit ihren engen Gassen das unverwechselbare Bild der historischen Amtsstadt. Sie steht heute unter Ensemble-Denkmalschutz.

Ihr Erscheinungsbild ist geprägt von Fachwerk und den architektonischen Formen des Barock mit den typischen Schopfwalmdächern. Die derzeit durchgeführten Maßnahmen zur Altstadtsanierung dienen der Sicherung und Erhaltung dieses wertvollen historischen Erbes. Als dominierende Gebäude heben sich das nach der Zerstörung im Bauernkrieg wiedererrichtete Amtsschloß und die spätbarocken Bauten von Stadtkirche, Rathaus und Spital hervor.

Ursprünglich zur Altenversorgung mittelloser Hintersassen im 16. Jahrhundert durch Moritz von Hutten gestiftet, beherbergt der barocke Flügelbau des Spitals heute nach einer umfassenden Sanierung ein modernes Alters- und Pflegeheim.

Die besonderen historischen Beziehungen des Geschlechts der Herren von Hutten zu Arnstein sind markant in der Wallfahrtskirche Maria Sondheim am jenseitigen Wernufer sichtbar. Zahlreiche Epitaphien erinnern hier an das Adelsgeschlecht, das die Schicksale Arnsteins im 15. und 16. Jahrhundert entscheidend mitbestimmte.



Sehenswürdigkeiten



Maria Sondheim
Bereits zur Zeit der Stadtgründung stand die Arnsteiner Pfarrkirche in Sondheim. Die jetzige Pfarr- und Wallfahrtskirche wurde in der zweiten Hälfte des 15 Jahrhunderts erbaut. Während der Verpfändung Arnsteins an die Herren v. Hutten diente sie dem Adelsgeschlecht als Familiengrablege

Das Rathaus
entstand 1521 anstelle eines älteren gotischen Bau. 1754 wurde es erneuert ( Wappentafel über dem Eingang ). 1945 brannte das historische Rathaus bis auf die Grundmauern ab. 1949-1951 wurde es in der alten Form wiedererrichtet.

Forstamt
Der ehemalige Unterhuttische Hof beherbergte seit 1573 die fürstbischöfliche Amtskellerei, seit 1803 das kgl. bayer. Rentamt bis 1929. Heute ist hier das Forsthaus untergebracht.

Spital
Das Hutten Spital wurde 1558 aus dem Nachlass des Eichstätter Fürstbischofs Moritz v. Hutten als Altersheim für Huttische Untertanen gestiftet. Nach dem dreißigjährigen Krieg wurde es Fürstbischöfliches Landspital. Der heutige Rokokobau entstand in den Jahren 1713-1730 nach Plänen des würzburgischen Hofbaumeisters Joseph Greising

Balleshaus
Im Jahr 1725 von dem Tuchhändler Georg Roth errichtet ( Familienwappen an der Rokokofassade ), diente das Gebäude mehr als zwei Jahrhunderte als Wohnhaus, zuletzt 3 Generationen im Besitz der Familie Balles. Nach dem Erwerb durch die Stadt und erfolgter Renovierung im Jahr 1987 beherbergt das Gebäude heute die Stadtbibliothek.

Ehemaige Jagdschloß
Eine Burg erstmals 1225 erwähnt. 1292 erwarben sie die Würzburger Fürstbischöfe und errichteten hier den Sitz eines Amtsmanns. Nach der Zerstörung im Bauernkrieg 1525 wurde das ehemaige Jagdschloß in der heutigen Form 1544 wiedererrichtet.
Nach 1803 befand sich hier das Landgericht bzw. Amtsgericht Arnsteins bis zur Auflösung im Jahre 1972

Stadtkirche
Eine dem hl. Nikolaus geweihte Bürgerkirche wird im Jahr 1400 zum erstenmal erwähnt. Die heutige Stadtkirche wurde in den Jahren 1722-1731 errichtet; die klassizistische Innenausstattunug stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und wurde 1904-1912 ergänzt.



Badesee




Von A-ZHaftungsausschlußKontaktImpressumDatenschutzerklärung